Sonntag, 12. Juni 2022

um 17:00 Uhr im Hotel „Leib & Seele“ des Hauses Walstedde

Vortrag

Nicht denken ist auch keine Lösung

Eine demokratische Gesellschaft braucht mehr als bloße Meinungsbekundungen

Seit der Covid-Pandemie ist das Denken wieder in aller Munde – und polarisiert die Gesellschaft: Während sich die einen als Sachwalter der wissenschaftlichen Rationalität verstehen und sich auf der Seite der nüchternen Vernunft sehen, bezeichnen sich andere als Querdenker und werfen ihren Gegner vor, gedankenlos der Mehrheitsmeinung zu folgen. In einer solchen Gemengelage ist es geboten, sich darüber zu verständigen, was es mit dem Denken eigentlich auf sich hat. Der Philosoph Christoph Quarch macht sich schon lange Gedanken über das Denken. In seinem Vortrag entwickelt er eine klare Deutung des Denkens und erläutert, warum das Denken für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar ist – und warum es in den Covid-Debatten fast überall unter die Räder gekommen ist. Zuletzt unterbreitet er Vorschläge dafür, wie wir uns neuerlich der Kunst des Denkens widmen können.

Einleitung: Covid und die Folgen
Teil 1: Rationalitätskonzepte: Wissenschaftliche Rationalität vs. Verstehen
Teil 2: Denken und Fragen: Platon und Heidegger
Teil 3: Gespräch und Debatte: Kulturformen des Denkens

Referent:

Dr. phil. Christoph Quarch (*1964 in Düsseldorf) ist Philosoph, Bestseller-Autor, Redner, Denkbegleiter und Sinnstifter für Unternehmen. Er ist zu hören in SWR aktuell als Radiophilosoph in "Frühstücks-Quarch", veranstaltet Philosophie-Reisen (s.a. ZEIT REISEN), und ist Hochschullehrer für Ethik und Wirtschaftsphilosophie. Dabei ist er ein international anerkannter Platon-Spezialist.

powered by webEdition CMS