Freitag, 24. März 2023

um 18.00 Uhr im Hotel „LEIB & SEELE“ des Hauses Walstedde

Vortrag

„Sehnsucht leben“

Sehnsucht ist ein Existenzial, das unstillbare Verlangen nach Unerreichbarem, nach dem ganz Anderen. „Sehnsucht" begegnet interreligiös und interkulturell. Und immer wieder geht es um Wechselwirkungen zwischen Sehnsucht und Liebe.

Philosophen und Theologen wie Emmanuel Lévinas und Nikolaus von Kues, MystikerInnen wie Mechthild von Magdeburg und Meister Eckhart waren auf Denk- und Erfahrungswegen der Sehnsucht unterwegs, aber auch DichterInnen wie Gottfried Benn und Hilde Domin, Songwriter wie Leonard Cohen und Bob Dylan.

Gerhard Marcel Martin geht es um eine präzise, auch (tiefen)psychologische Begriffs- und Phänomenklärung. Für ihn ist „Sehnsucht" eine anhaltende und unumkehrbare ex-zentrische Bewegung und bildet einen überraschenden anthropologischen Anschluss an ein philosophisches und theologisches Transzendenzverständnis. Durchgängig bleibt von Interesse, wie radikale Sehnsucht gelebt worden ist und gelebt werden kann.

Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin (Jg. 1942) lehrte von 1982 bis 2007 Praktische Theologie an der Philipps-Universität Marburg, 2006-2008 Gastprofessor an der (buddhistischen) Otani University Kyoto/Japan. 16 Bücher und zahlreiche andere Veröffentlichungen zu den Themen Apokalyptik, Tiefenpsychologie, Spiritualität, interreligiöser Dialog, Kunst, Kirche und Kultur. U.a.: Das Thomas-Evangelium, Stuttgart 1998 / Buddhismus krass. Botschaften der japanischen Hijiri-Mönche, München 2010 / Sachbuch Bibliodrama, Berlin ³2011 / Lebensräume – Gottesräume 2017 / Sehnsucht leben. Erfahrungen und Konzepte. Stuttgart 2022.

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